ZEICHENUNDMALATELIER
Über mich:
Künstlerisch war ich schon in meiner Jugend in der Form auffällig, dass mein Kunstlehrer meinen gymnasialen Stundenplan gerne noch um einige Kunststunden erweitert sehen wollte. Da jedoch meine Eltern keine Förderung in dieser Form unterstützt haben, blieb es bei einigen unbeachteten Zeichnungen in der Zeit zwischen Schule und Pferdestall.
Zu Begin meines Studiums kaufte ich mir meine ersten Aquarellfarben und begann damit ein wenig zu experimentieren. Nicht besonders erfolgreich muss ich sagen, denn aus der Kindheit mittels "Malen nach Zahlen" auf Ölfarben geprägt, fand ich keinen Zugang zu diese transparenten und wässrigen Farben.
Eine lange künstlerische Pause entstand also irgendwann Mitte des Mathematikstudiums bis zu Jahr 2013, wo mir meine Freundin einige Jackson Ölkreiden und einen großen Block in die Hand drückte. Sie meinte, wenn man schon nach einer Operation so schlapp rum hängt, dann könnte man doch wenigstens mal wieder ein altes Hobby beleben. "Malen ist ja nun wirklich nicht so anstrengend ist wie Arbeiten rund um die Pferde, Haus und Garten, das geht doch wohl." Ich tat Ihr den Gefallen und malte ihr Pferd und ihre Katze mit den mitgebrachten 12 Kreiden. Ärgerte mich aber schon ganz schnell, dass die Möglichkeiten so begrenzt waren. Doch plötzlich erinnerte sich mein von Schmerzmitteln umnebeltes Gehirn daran, dass ich mir doch schon mal nach einem Klinikenthalt mit Maltherapiestunden einige eigene Pastelkreiden gekauft hatte, und dass da doch auch noch in irgendeinem Umzugskarton diverse andere Malutensilien stecken müssten.
Alles entstaubt und sortiert entstand ein rotes Pferd in Pastell, welches recht schnell einen Liebhaber fand und damit den Anfang zur Tiermalerei legte. Zum Üben bat ich einige Bekannte um Fotos ihrer Lieblinge, zeichnete unsere eigenen Hunde und kam wieder an die alten, lange verstaubten Fähigkeiten heran. Fast wäre es dabei dann auch schon geblieben, hätte ich nicht während eines erneuten Aufenthaltes in der Schmerztherapie, genauer gesagt in der Kunsttherapie, den Kontakt zum Kunst- und Kulturverein ArtD Driburg bekommen. In diesem Umfeld entdeckte ich neue Möglichkeiten der Fortbildung und stellte erste Bilder in einigen Gemeinschaftsausstellungen aus.
Inzwischen ist noch die Mitgliedschaft im Schwalenberger Kunstverein hinzu gekommen. Obendrein gebe ich mein Wissen auch an Andere weiter, sause aber auch selber noch von einem Künstler zum anderen und lasse mich in deren Geheimnisse einweihen. Da ich mich ja (jetzt noch) nicht spezialisieren möchte, gibt es da noch sooo viel zu entdecken.
Wie in meinem ganzen übrigen Leben, liebe ich auch in der künstlerischen Betätigung die Abwechslung. Nicht nur, dass ich immer wieder von den Trockentechniken, Graphit, Kohle, Farbstift und Pastell, zu den feuchten Farben, Acryl, Öl, Gouache, Tempera, Aquarell und Tusche wechsel, sondern auch, dass ich unterschiedliche Themen und Objekte bearbeite, macht meine Art der Kunst aus. Meine Handschrift ist nicht so leicht zu identifizieren und ich bin nach wie vor auf dem Weg und nicht am Ziel.
In Wirklichkeit bin ich kein Künstler sondern ein ewiger Student im Selbststudium.
Würde ich alle diejenigen Künstler aus ganz Deutschland auflisten, bei denen ich Kurse, Workshops, Vorträge oder Seminare besucht habe (und immer noch besuche), so würde sich vermutlich sogar mein Computer beschweren. So sage ich einfach nur "Danke an Alle, die mir in meiner Entwicklung schon weiter geholfen haben!"